BMFSFJ Fachaustausch Aktuelle Umfrage

In Vorbereitung auf den Fachaustausch „Gesellschaftspolitische und medizinische Entwicklungen im Umgang mit Transsexualität und Transidentität“ am Montag, den 21. November 2016, führt das BMFSFJ eine Kurzabfrage zu den Erfahrungen bezüglich des Umgangs mit geschlechtlichen Identitäten durch. Ziel der Befragung ist es, Handlungsbedarfe aufzuzeigen, die dann auf dem Fachaustausch diskutiert werden.

http://limesurvey13.init-ag.de/index.php/527929/lang-de

Kleiner Tipp:
Es lassen sich die Textfelder auch zweckentfremden, um darauf hinzuweisen,
– dass Transsexualität keine Geschlechtsidentität ist,
– es auch Menschen aus dem Bereich Intersex / Intersexualität, betraff und betreffen kann
– es auch zahlreiche nicht binär lebende Menschen  gibt, die mit zu berücksichtigen sind
– Krankenkassen Leistungen systematisch verweigert werden

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Auszug aus der Stellungnahme von ATME – Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V., zur Umfrage:

„Das Bundefamilienministerium führt zur Zeit eine Umfrage zum Thema Transidentität und Transsexualität durch. Oder, wenn wir ehrlich sind, führt das Ministerium eine Umfrage zu Transidentität durch. Abgefragt werden Erfahrungen auf Grund der „Geschlechtsidentität“. Was sehr ägerlich ist, dass damit wieder einmal transsexuellen Menschen die Möglichkeit genommen wird, ohne bereits vorab zu lügen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Transsexualität wird nämlich auch zu einer „Geschlechtsidentität“ erklärt. Die alte Leier.

Es ist mittlerweile 8 Jahre her, als wir zum ersten Mal einen Menschenrechtsbericht verfasst haben, in dem wir darauf aufmerksam gemacht haben, dass Transsexualität keinen Geschlechtsidentität ist. Wir erklären es mal so, mal so, schreiben lange Texte, schreiben kurze Texte, malen Bilder, drehen Filme, machen Interviews, unterhalten uns am Telefon, in echt, etc. und immer noch sind wir nicht dort angekommen, wo wir gerne hinkommen würden: Anzuerkennen, dass „Transsexualität! abweichende körperliche Merkmale bedeutet und z.B. transsexuelle Frauen Frauen sind. Wir dachten echt nicht, dass das anscheinend so schwer zu verstehen ist, dass Mädchen manchmal mit vermännlichten Körpermerkmalen geboren werden und „Transsexualität“ genau diesen Zustand beschreibt. Wenn „Intersexualität“ uneindeutige körperliche Merkmale meint, dann meint „Transsexualitä“t die körperliche Abweichung zum eigentlichen Geschlecht.

Offenbar ist das Konzept der „Gender Identität“ immer noch das einzige Erklärungsmodell dafür, wenn ein Mädchen, dass auf Grund seines Körpers für einen Jungen gehalten wird, äussert „ich bin ein Mädchen“. Das muss sich ändern. Ok, das haben wir auch schon häufiger gesagt, aber möglicherweise erleben wir das ja noch im 21. Jahrhundert, wenn es nur oft genug wiederholt wird.“

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