Tausende Namen von Opfern der NS-Euthanasiemorde veröffentlicht

73Jahre nach Kriegsende, wurde eine alphabetische Liste der Namen von Opfern der NS-Euthanasiemorde (u.a. Aktion T4), zu denen Akten im Bundesarchiv überliefert sind veröffentlicht. Auf über 400 Seiten sind tausende Namen aufgelistet, wobei bereits letzte Einträge aus Mitte/ Ende der 20ziger Jahre sind. [Opfernamen Liste]

„Darüber hinaus sind auch die Erschließungsdaten in der Rechercheandwendung des Bundesarchivs (invenio) nun online zugänglich. [Quellen Euthanasie Verbrechen]
Die Nutzung einzelner Akten im Bundesarchiv wird weiterhin einer sorgfältigen Einzelfallprüfung unterliegen.“

„Zwischen 1939 und 1945 wurden insgesamt ca. 200.000 Frauen, Männer und Kinder aus psychiatrischen Einrichtungen des Deutschen Reichs in mehreren verdeckten Aktionen durch Vergasung, Medikamente oder unzureichende Ernährung ermordet. Hinzu kamen fast 100.000 weitere Morde an Psychiatriepatienten in den besetzten oder annektierten Gebieten.“ … „Nach Einsichtnahme in die nach Berlin übersandten Patientenakten entschieden dort ärztliche Gutachter bis August 1941 über Leben und Tod der kranken oder behinderten Menschen.“ … [Link Bundesarchiv Artikel mit Links]

Es ist davon auszugehen, dass auch einige Opfer aufgrund geschlechtlicher Vielfalt darunter sein werden.

In Gedenken alle Opfer der NS-Euthanasiemorde.

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